Mittwoch, 25. Mai 2016

Hörspiel: "Grund GmbH" von Benjamin Quabeck und Philip Stegers


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Bildquelle: Pixabay
Fotograf: Jarmoluk

Nachdem sein Vater verstorben ist erbt Robert Grund den gesamten Familienbesitz, u.a. eine Baufirma, ein großes Firmenanwesen und jede Menge offene Fragen. Mit der Buchhaltung hatte es sein Vater nicht so und selbst ein befreundeter Buchhalter hat Mühe durch die Geschäftsbücher mit seltsamen Eingängen und Ausgaben durchzusteigen. Auf den Firmengelände finden sich auf einmal jede Menge Flüchtlinge wo auch lange Zeit nicht klar ist woher sie kommen und was sie auf dem Firmengelände machen. Dann die Frage nach dem Mädchen mit blauen Haaren, wer ist sie und welche Bedeutung hat sie ? Die Familiengeschichter der Familie Grund hat viele Geheimnisse bei denen u.a. ein Kinderbuch eine wichtige Rolle spielt...

Benjamin Quabeck dürfte dem ein oder anderen als Filmemacher ein Begriff sein, so hat er (meiner bescheidenen Meinung nach) zwei der schönsten Deutschen Filme in den letzten Jahren gemacht: "Nichts bereuen" aus dem Jahre 2001 sowie "Verschwende Deine Jugend" aus dem Jahre 2003. Neben einigen Musikvideos sowie die Regie bei einigen TV Serienfolgen waren das auch leider die einzigen Spielfilme die Quabeck bis dato gemacht hat. Seit einigen Jahren hat er das Medium gewechselt und produziert für den WDR Hörspiele. "Grund GmbH" stammt aus dem Jahre 2005 und wurde zusammen mit Philip Stegers realisiert, der bei Quabeck sowohl beim Hörspiel wie auch beim Film immer für die Musik zuständig ist (unter seinem Pseudonym Lee Buddah).
Auf mich wirkte das rund zweiundhalbstündige Hörspiel wie ein Drehbuch zu einem Film der nie realisiert wurde. Quabeck nimmt sich für die Geschichte viel Zeit und es dauert etwas bis es Fahrt aufnimmt. Man sollte sich also als Hörer zunächst etwas Ruhe gönnen und sich die Zeit nehmen das die Geschichte sich entfalten kann, denn es lohnt sich. Dieser Genremix (Familiendrama mit Thriller - klingt im ersten Moment etwas seltsam) zieht einen aber nach einer gewissen Zeit in den Bann. Die Sprecher passen zu ihren Rollen (u.a. mit Denis Moschitto - der schon sehr oft mit Quabeck zusammengearbeitet hat) und die Musik von Lee Buddah gefällt ebenfalls.

Der WDR bietet alle drei Teile zum kostenlosen Download an - vermeidet es aber bitte die Texte auf der 1Live Webseite zu lesen, weil hier ziemlich viel von der Handlung gespoilert wird.

Länge: 51 / 53 / 54 Minuten
Musik: Lee Buddah
Produktion: WDR 2005
Regie: Benjamin Quabeck
Redaktion: Natalie Szallies

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