Samstag, 14. Mai 2016

Hörspiel: "Kilroy was here" von Robert Weber


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: LoboStudioHamburg

In der Asservatenkammer der Berliner Polizei geht eine Bombe hoch, kurze Zeit später fallen in der Hauptstadt sämtliche Ampel aus und Berlin versinkt im Chaos. Genau zu diesem Zeitpunkt findet der größte Kunstraub aller Zeiten statt. Alle Ereignisse haben eine Gemeinsamkeit: An der Wänden der jeweiligen Tatorte stehen die Zeilen "Kilroy was here". Mehr noch - besagter Kilroy war angeblich auch an dem Mord an Uwe Barschel beteiligt und an einem Raub der Deutschen Goldreserven in Fort Knox. Und Kilroy ist dreist - er sucht sogar ganz bewußt den Kontakt mit der Polizei...Was will Kilroy ? Geld Macht ? Oder etwas ganz anderes...?

Anschnallen - hier gibt es Tempo und Action wie man es nur so im Kino gewöhnt ist. "Kilroy was here" ist feinstes Actionkopfkino das einfach nur Spaß macht. Autor Robert Weber bastelt aus Fakten und Halbwahrheiten ein ziemlich unwiederstehliches Hörspiel, da verzeiht man auch so unnötige Running-Gags wie den schusseligen Assistenten der immer ohne anzuklopfen ins Büro einfällt. Auch das Sounddesign gefällt, lediglich bei der Musik hätte man etwas kreativer sein können, denn sowohl die Melodie aus "Mission Impossible" als auch die Effekte aus der TV Serie "24" sind etwas zu oft in der Vergangeheit benutzt worden.

Die Story ist spannend erzählt, die Sprecher passen auch bestens zu ihren Rollen - ein sehr gutes rund 90 Minütiges Hörspiel hat der SWR da auf die Beine gestellt. Leider bleiben am Ende viele Fragen unbeantwortet - vor allen darf man sich nicht fragen Wie das ganze nun abgelaufen ist...diese Antwort bleibt man uns vorerst schuldig. Da es aber einen Klippenhänger gibt gehe ich ganz schwer davon aus das da noch mehr Folgen kommen...hoffe ich mal.

Der SWR bietet das vierteilige Hörspiel zum kostenlosen Download an, leider hat man den Ansager mit auf der Datei gelassen so das man alle vier MP3 Dateien mit dem MPDirectCut noch nachbearbeiten muß, dafür kann man dann mit der ebenfalls in diesem Programm enthaltenen "Serienfunktion" die vier Teile zu einer Datei zusammenverbinden (zum Glück sind zwischen Ansage und Hörspielbeginn eine Pause so das man ohne Probleme schneiden kann).

Die vier Teile
Teil Eins Beute Kunst
Teil Zwei Der Voynich-Code
Teil Drei Siegfrieds Rache
Teil Vier Der Sturm

PS: Wem der Titel "Kilroy was here" bekannt vorkommen sollte - es gab im Jahre 1983 eine Rockoper der US Band Styx gleichen Namens, der bekannteste Song dürfte allen Ü40 Lesern bekannt sein - "Mr Roboto". Eben dieser Song taucht auch immer am Anfang des Hörspiels auf, die Handlung hat aber mit dem gleichnamigen Konzeptalbum von Styx nichts gemeinsam.

Keine Kommentare: